Stadtjubiläum Rostock | 800 Jahre Hansestadt | 600 Jahre Unviversität
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Skyline Rostock Stadthafen

StädtebauprojekteAuf der Suche nach dem ältesten Hafen Rostocks.
Ab 2013 wurden im Rahmen des „Ostseehafen-Projektes” archäologische Grabungen auf dem Primelberg ausgeführt. Die Grabung im Jahr 2017, unter der Leitung von Dr. Sebastian Messal vom Deutschen Archäologischen Institut, Berlin, war vorerst die letzte. Sie erfolgte als Suchschnitt. Dabei wurden Studenten vom Schliemann-Institut der Universität Rostock in Grabungstechniken ausgebildet.

Ausgrabungen am Primelberg

Bereits 1965 wurden die ersten archäologischen Funde auf dem Gebiet des Primelbergs in Rostock-Dierkow gemacht. Es handelt sich um einen Teil einer bedeutenden frühslawischen Siedlung des 8. und 9. Jahrhunderts. Seit einigen Jahren hat das Deutsche Archäologische Institut im Rahmen eines mehrjährigen geförderten Forschungsprojektes zu mittelalterlichen Seehandelsplätzen und ihren Häfen an der südlichen Ostseeküste in Rostock Grabungskampagnen durchgeführt. Funde wie Bleigewichte, Silbermünzen, Glas und Bernstein sind Zeitzeugen von Siedlung und Hafen, welche sich im 8. Jahrhundert an dieser Stelle befanden.

2016 erfolgte eine Grabung am westlichen Rand des Primelbergs im Feuchtbodenbereich des nahen Hechtgrabens. Dabei konnten umfassende Landerschließungsmaßnahmen und Bauaktivitäten des späten 8. und frühen 9. Jahrhunderts dokumentiert werden. Die Grabungsfunde belegen weitreichende Handelskontakte, insbesondere mit Skandinavien und eine über den Eigenbedarf hinausgehende gewerbliche Produktion. Auch wenn der Hafen bisher nicht gefunden wurde, kann man sagen, dass sich hier auf dem Primelberg offensichtlich ein bedeutender, dichtbebauter Seehandelsplatz befunden hat.

POLARIUM

Der Rohbau des POLARIUM steht und gemeinsam mit allen Beteiligten, den Mitarbeitern sowie vielen Förderern und Partnern des Zoos wurde am 04. Mai das Richtfest zünftig gefeiert. Wirtschaftsminister Harry Glawe, Oberbürgermeister Roland Methling und Zoodirektor Udo Nagel dankten allen Mitwirkenden, die zum bisherigen Erfolg bei dem ambitionierten Neubauprojekt beigetragen haben. Geht es in dem Tempo weiter, ist im September bereits die Eröffnung geplant.

„Jetzt ist das Ergebnis dank der enormen Unterstützung aller Bauarbeiter, Planer und Mitarbeiter des Zoos auch für Besucher immer besser sichtbar. Die Vorfreude wächst gewaltig“, betonte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. „Das POLARIUM wird den Zoo für die Rostocker sowie für die Gäste aus dem In- und Ausland weiter aufwerten. Hier werden Natur, Erlebnis und Bildung in wunderbarer Weise miteinander verbunden. Wir brauchen mehr attraktive und qualitativ hochwertige Angebote, um neue Gäste für unser Land zu begeistern. Denn: Wer im intensiven touristischen Wettbewerb bestehen will, muss gezielt in die touristische Infrastruktur investieren. Diesen Kurs unterstützen wir auch beim Rostocker Zoo aktiv.“ 
Für Oberbürgermeister Roland Methling ist die geplante Eröffnung des POLARIUM im September eines der herausragenden Highlights im großen Jubiläumsjahr von Rostock. „Das POLARIUM ist eines der größten Geschenke zum 800. Stadtgeburtstag für die Rostocker und Gäste der Stadt. Es wird wie einst die historische Bärenburg viele Generationen prägen und zugleich neue Akzente im Natur- und Artenschutz setzen.“
Zoodirektor Udo Nagel lag heute besonders am Herzen, neben den Baufirmen auch allen Zoobesuchern für ihre Geduld und ihr Verständnis für die durch den Bauprozess bedingten teilweise erheblichen Einschränkungen im Umfeld des POLARIUM ein großes Dankeschön auszusprechen. „Die Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren, ist einfach überwältigend. Das Ende ist jetzt absehbar und schon im August sollen die ersten kleinen und großen Bewohner in unser POLARIUM einziehen.“

Wie ist der aktuelle Baustand?
Der Neubau des POLARIUM ist weit vorangeschritten. Während der Rohbau für das Pinguinbecken und für das Gebäude mit den Bruthöhlen sowie der Grabenverlauf bereits fertiggestellt sind, finden am Besucherzentrum und an den Räumen für die Tierpfleger die letzten ausstehenden Rohbauarbeiten statt. Für die Eisbären-Stallungen mit den Wurfboxen wurde bereits die Grundsohle gelegt und gleichzeitig mit dem Aufbau der Winkelstützwände zur Gehegebegrenzung begonnen.
Vor den Firmen liegt noch die komplette Gestaltung des POLARIUM mit dem Kunstfelsen und einer großflächigen Illusionsmalerei, die seit dieser Woche auf dem Programm steht. Darüber hinaus müssen die Außengehege angelegt und die Besucherwege erschlossen werden. Schon bald werden die Maler den Pinsel schwingen und den Anstrich außen und im Innenbereich anbringen.

Gegenwärtig sind auf der POLARIUM-Baustelle 15 Gewerke aktiv. Diese Zahl wird sich später sogar auf etwa 30 Betriebe erhöhen, wenn es immer mehr auf den Feinausbau zusteuert. „Eine Großbaustelle inmitten eines Zoos ist immer eine besondere Herausforderung“, machte Zoodirektor Udo Nagel deutlich. „Es muss Rücksicht auf die bestehenden Tiere genommen werden und wenn ab August die ersten Bewohner kommen, gibt es vieles zu beachten, um die Gesundheit und Sicherheit der Tiere und Mitarbeiter nicht zu gefährden.“

Die Rohbau- und Erschließungszeit haben die Ausstellungsplaner für ihre Vorbereitungen genutzt. Für das Besucherzentrum sind Gewerke wie beispielsweise „Trockenbau/Akustik“, „Ausstellungsbau“ und „Grafikkommunikation und Beschilderung“ zuständig. Hinzu kommt die aufwändige Medientechnik. Der umfangreiche Planungsprozess ist im ständigen Austausch mit dem Zoo erfolgt und mittlerweile abgeschlossen, so dass nun nach fortschreitendem Bauablauf immer stärker die Ausstellungsbereiche in den Fokus rücken. Diese wurden schrittweise an das vom Generalplaner entworfene Gebäude angepasst. Der Generalplaner, die Hamburger ZOOQUARIUMDESIGN GmbH, hat mit Ausnahme der Ausstellung und Aquaristik das Gesamtprojekt konzipiert. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Partnern Pinck Ingenieure (Planung Technische Gebäudeausrüstung) und Wetzel & von Seht (Statikplanung). Das Ausstellungskonzept wird von der dan pearlman Markenarchitektur GmbH aus Berlin umgesetzt.

Wann kommen die Tiere?
Weitestgehend abgeschlossen sind die Abstimmungen zum Tierbestand für die Eisbären und Pinguine mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „In Kürze werden wir bekanntgeben können, welches junge Eisbärenpärchen zu uns ins POLARIUM ziehen wird“, kündigte Antje Zimmermann an. „Die Anreisen der Tiere werden für den August geplant.“
Einige Rostocker Pinguine werden aus dem Zoo Berlin zurückkehren. „Weitere Pinguine erhalten wir aus Wien. Die genaue Planung zum Pinguinbestand läuft aber noch, da sie vom Brutgeschehen in den verschiedenen Pinguin-Populationen in den Zoos abhängig ist.“ Zur Eröffnung werden rund 20 Humboldt-Pinguine auf der neuen Anlage zu sehen sein. Die Kolonie kann dann auf rund 36 Tiere wachsen.“

Die Aquarien und Quallenkreisel kommen vorgefertigt nach Rostock und werden vor Ort installiert. Die Einrichtung und Inbetriebnahme laufen in enger Abstimmung zwischen der Spezialfirma Schuran aus Jülich und dem Zoo, wobei die Firma Schuran als Generalunternehmer für die Planung und Ausführung verantwortlich ist. Die Dekoration der einzelnen Becken übernimmt das Aquaristik-Team des DARWINEUM. Die Arbeiten hierfür beginnen planmäßig im Juni 2018.
Die endgültige Planung des Tierbesatzes richtet sich nach dem Angebot von bestimmten Tierarten zum Zeitpunkt vor der Eröffnung des POLARIUM und nach dem Zuchterfolg bei den verschiedenen Quallenarten im Zoo Rostock. Von 15 Quallenarten aus eigener Zucht
sollen sieben im POLARIUM präsentiert werden. Verschiedene Quallenpolypen hat der Rostocker Zoo aus Japan bezogen. In den Aquarien im Schaubereich „Meereswelten“ werden unter anderem Strahlen-Feuerfische, Falterfische, Kaiserfische und Drückerfische sowie Muränen, Kraken, Seeanemonen, Hummer oder Langusten und Clownfische aus der Unterwasserwelt der Ozeane zu bewundern sein.

StadtHalle

 In den jahren 2017 und 2018 sind zur Sicherung der Marktfähigkeit der StadtHalle Rostock umfangreiche Umbau-, Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen worden. Mit modernisierter Fassade, optimierten veranstaltungstechnischen Anlagen und erhöhter Kapazität für bis zu 6.600 Personen im Hauptsaal durch den zusätzlich geschaffenen Nordrang schafft das multifunktionale Kongress- und Eventcenter ganz neue Möglichkeiten. Die prägnanteste Veränderung ist das neu errichtete Foyer, erweitert um 2.000 m², mit großzügigen Willkommens- und Präsentationsflächen, mehr Garderoben- und Servicebereichen sowie einer zentralen Gastronomie. Am 18. April 2018 ist die StadtHalle Rostock neu eröffnet worden.

Lagebuschturm

Die Rostocker Stadtmauer gehört zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauten im deutschen Ostseegebiet. Bis zur Entfestigung der Stadt um 1830 wurde die Stadt mehrfach erneuert. Schon im 13. Jahrhundert wurde die Stadt von einer meterdicken etwa drei Kilometer langen und sieben Meter hohen Mauer umgeben. In der Stadtmauer eingelassene Türme und Wieckhäuser dienten zur Verteidigung und Aufbewahrung von Kriegsmaterial. mehr als zwanzig Stadttore aus Backstein führten in die Stadt und hinaus. Sie wurden in „Landtore“ und „Strandtore“ unterschieden. Erhalten sind neben dem Steintor, Kuhtor und Kröpeliner Tor (Landtor) auch das Mönchentor (Strandtor). Einige Abschnitte der Stadtmauer stehen noch heute, der mit 450 Metern größte Zusammenhängende teil verläuft entlang der Rostocker Wallanlagen.

Der Lagebuschturm ist der einzige von einst sechs Mauertürmen, der noch erhalten ist. Er wurde bis 1577 als Wehr- und Gefängnisturm errichtet. In Kooperation von Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Kreishandwerkerschaft wird der Lagebuschturm zum Stadtjubiläum wieder öffentlich zugänglich gemacht.